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Überschuss auf dem EEG-Konto wächst wieder an

Nov

13

2017

Im Oktober stieg das Guthaben auf dem Konto der Übertragungsnetzbetreiber auf mehr als 3,4 Milliarden Euro. Dabei speisten Photovoltaik und Windkraft soviel Strom wie nie zuvor ein. Ende Oktober war der Strompreis an der Börse für 20 Stunden am Stück negativ.

Das Plus auf dem EEG-Konto ist im Oktober um gut 100 Millionen Euro auf 3,429 Milliarden Euro gestiegen. Dies geht aus der Veröffentlichung der Übertragungsnetzbetreiber am Montag hervor. Den Einnahmen von gut 2,1 Milliarden Euro standen Ausgaben von mehr als 2,0 Milliarden Euro gegenüber. Der EEG-Kontostand, aus dem die Übertragungsnetzbetreiber unter anderem die Vergütungen für Photovoltaik- und Windkraftanlagen in Deutschland bestreiten, liegt damit weiterhin deutlich über dem Vorjahresniveau. Nach den Rückgängen des Überschusses in den Monaten Mai, Juni, Juli, August und September dürfte das Plus bis zum Jahresende wieder ausgebaut werden.

Nach jüngsten Auswertungen des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR) hatten die in Deutschland installierten Photovoltaik- und Windkraft-Anlagen im Oktober soviel Strom erzeugt wie nie zuvor. Insgesamt kamen sie auf 14,6 Milliarden Kilowattstunden, davon 12,5 Milliarden Kilowattstunden Windstrom. Am 28. Oktober produzierten die deutschen Windenergieanlagen demnach von 19 bis 20 Uhr insgesamt Strom mit einer Leistung von 39.200 Megawatt ein neuer Rekordwert.

Der Anteil der erneuerbaren Energien insgesamt stieg auf dem neuen Rekordstand von 44,1 Prozent, wie Energy Charts vom Fraunhofer ISE ermittelte. Nach deren Berechnung erzeugten die Erneuerbaren-Anlagen im Oktober insgesamt 20,7 Milliarden Kilowattstunden Strom.

Einhergehend mit dem Sturmtief „Herwart“ und den hohen Einspeisungen der Windkraftanlagen fielen die Strompreise an der Börse in den negativen Bereich. Sie waren nach der Veröffentlichung auf netztransparenz.de vom 28. Oktober 21 Uhr bis zum 29. Oktober 17 Uhr durchgehend im Minus. In dieser Zeit haben die EEG-Anlagenbetreiber, die die Direktvermarktung nutzen, keinen Anspruch auf Vergütung des produzierten Stroms.

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