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Plastic Innovation möchte den Rahmenbau nach Europa zurückholen

Dez

12

2017

Hinter der österreichischen Plastic Innovation GmbH stehen Umut Çakmak (CEO) und José-Javier García Gutiérrez (CSO), deren Geschäftsidee „Fahrrad der Zukunft“ im Rahmen des greenstart Wettbewerbes mittels Coachings und Workshops gezielt weiter entwickelt wurde.

Ende November wurden dann drei Teams aus insgesamt 47 eingereichten Ideen prämiert, darunter mit dem „Fahrrad der Zukunft“ auch die Idee der Macher der Plastic Innovation GmbH. Die Dotierung des Preises lag bei 15.000 Euro, welchen die Startups für die Weiterentwicklung und Entwicklung zur Marktreife ihrer Anwendungen sicher gut einsetzen können.

Plastic Innovation statt Aluminium

Hauptziel des Teams „Fahrrad der Zukunft“ ist die Substituierung des Werkstoff Aluminium im Rahmenbau von Fahrrädern und E-Bikes durch wiederverwertbare und recyclingfähige Kunststoffe. Dafür hat man ein innovatives Kunststoff-Spritzgussverfahren entwickelt, welches eine revolutionäre Formensprache und eine Funktionalisierung der Oberflächen des Rahmens zulassen soll.

Die Fachjury von zweifelt kaum am Erfolg des patentierten Verfahrens:

Als Jury sehen wir in diesem Projekt großes Potenzial. Die dahinterstehende Technologie stellt einen Wettbewerbsvorteil dar und adressiert einen großen Markt.greenstart Jury Derzeit werden jährlich und weltweit rund 130 Millionen Fahrradrahmen produziert, wobei die meisten aus Aluminium bestehen und hauptsächlich in China, Bangladesch, Taiwan und Kambodscha hergestellt werden. Im Zuge der Verarbeitung von Aluminium werden große Mengen an CO2 erzeugt, zudem ist das Material über den gesamten Produktlebenszyklus nicht so nachhaltig, wie er sein könnte. Auch beim Transport nach Europa fallen weitere CO2-Emmissionen an.

Die Herstellung eines Fahrradrahmens unter dem Verfahren der Plastic Innovation GmbH soll nur rund eine Minute dauern. Die Technologie lässt außergewöhnliche Designs zu, die es bislang nur zu Entwürfen geschafft haben. Dabei möchte Plastic Innovation die Produktion nicht selbst übernehmen, sondern die Lizenzen dafür vergeben und leistet den Kunden dafür auch Unterstützung in Sachen Engineering.

Als zweite Innovation nennt man die Möglichkeit, die neuen Rahmen absolut frei gestalten zu können. Dafür werden Verfahren wie die Wasser- oder Gasinjektionstechnologie verwendet, wodurch sich im Spritzguss solche Hohlräume erzeugen lassen, die im Rahmenbau für Fahrräder benötigt werden.

Damit dies auch genutzt werde, müsse man bei den meisten Fahrradherstellern aber noch das entsprechende Bewusstsein schaffen. Hier begleitet das Team der Österreicher seine Kunden kooperativ über den gesamten Prozess vom Design über die Herstellung und die Platzierung am Markt kooperativ.

Die Rahmen sollen dabei mindestens eine hohe Lebensdauer von zehn Jahren erreichen, wobei der Kunststoff am Ende des Lebenszyklus wiederverwertet werden soll. Man startet demnächst intensive Bewitterungstests, welche die Haltbarkeit und auch den Erhalt der Farbqualität aufzeigen sollen.

Zum Start fängt man im Sinne des Wortes klein an und möchte Unternehmen bei der Produktion von Rahmen für Lauf- und Kinderräder unterstützen. Erst später sollen dann Produkte für den Massenmarkt und damit auch Rahmen für Mountain-, Trekking- oder City-Bikes folgen.

Fazit Ähnlich wie das nam:e Projekt der deutschen REHAU AG im Jahr 2015 möchte man auch hier mit Hilfe des Einsatzes von Kunststoff den Rahmenbau zurück nach Europa holen. Ob dies gelingt, wird die Zukunft zeigen.

Mehr auch demnächst bei der Plastic Innovation GmbH.

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